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Aktuelles zu den Naturkatastrophen in Guatemala: Die mühsame Rückkehr zur Normalität

23.06.2010   Vorlesen lassen

Nach dem Ausbruch des Vulkans Pacaya am 27. Mai und dem Hereinbrechen des Sturms „Agatha“, in dessen Folge starke Regenfälle und Schlammfluten Teile Guatemalas verwüsteten, treffen nunmehr die ersten positiven Nachrichten aus der zentralen Kaffee-Aufbereitungsanlage FEDECOCAGUA in Palin ein.

Elsy Rios, Abteilung Marketing, informiert alle Freunde und Kunden der Kleinbauern über die Bemühungen, die Schäden in Palín zu beseitigen, zu den gewohnten Arbeitsabläufen zurückzukehren und für die Zukunft so weit wie möglich vorzusorgen. Wir geben das Schreiben gekürzt wieder. Wie versprochen informieren wir Sie, sobald uns detailliertere Berichte aus den einzelnen Genossenschaften vorliegen. Festzustehen scheint, dass trotz der Ausmaße beider Naturkatastrophen weder in Palín noch auf dem Lande Menschen zu Schaden gekommen sind.

Wir danken allen, die uns in dieser Situation die Treue halten

Liebe Freunde und Kunden,

im Folgenden möchten wir Ihnen berichten, wie sich die Lage in Palín nach den beiden Naturkatastrophen entwickelt hat. Von Sonntag, dem 29. Mai, bis Mittwoch, dem 9. Juni, arbeiteten unsere Leute sehr hart, und zwar nicht nur unsere Lagerarbeiter, sondern ebenso die Angestellten der Zentralbüros und der Technikteams, die ins Lager nach Palín kamen, um mit anzupacken. Auch einige Genossenschaften boten ihre physische und finanzielle Unterstützung an. Innerhalb des genannten Zeitraums stellte FEDECOCAGUA die komplette Ernährung für alle Leute sicher, die gekommen waren, um zu helfen – das bedeutete: mehr als 100 Tagesrationen, im Freien zubereitet vom Frauenteam der FEDECOCAGUA.

Hier einige Ergebnisse unserer Arbeit:

  • Verunreinigte Bezirke wurden gesäubert, Produktionslinien wurden in Stand gesetzt und der Zugang zu den Lagern der FEDECOCAGUA in Palín wurde wieder hergestellt. Wir mieteten einen Bagger, denn Schaufeln reichten nicht aus, den Schlamm in und um die Lagerhäuser der FEDECOCAGUA loszuwerden. Für den Moment haben wir den Einsatz schwerer Maschinen gestoppt, wir werden sie aber wiederum nutzen, wenn wir mit den Wiederaufbauarbeiten an der nördlichen Begrenzungsmauer beginnen.
  • Ingenieure und Arbeiter arbeiteten daran, das Stromnetz wiederherzustellen, das für ein reibungsloses Funktionieren unseres Computersystems ebenso verantwortlich ist wie für die Stromversorgung im Allgemeinen und natürlich für die an der Kaffeeaufbereitung beteiligten Maschinen.
  • Wir haben mit Überlegungen darüber begonnen, wie wir dem Erdrutsch-Problem generell begegnen können, das uns von der Spitze des Hügels „Finca Las Luces“ her direkt bedroht. Dieser Hügel weist zwei Rinnen- bzw. Graben-Erosionskanäle auf, die unmittelbar am Fuß unserer Lagerhäuser enden. So denkt zum Beispiel unser Team von Agrarexperten darüber nach, das Gelände mit schnell wachsenden heimischen Pflanzen und Bäumen aufzuforsten, um sicherzustellen, dass geeignete Wurzelgeflechte das Erosionsrisiko minimieren, indem sie die Strömungsgeschwindigkeit reduzieren.
  • 5.366 Säcke zu je 69 Kilo Grünem Kaffee sind nach dem Sturm bereits verschickt worden. Damit wir sind wir jetzt wieder bei unserem normalen Export-Tempo angelangt.

Es hat uns acht Tage harter Arbeit gekostet, zurück zur Normalität zu finden. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, allen zu danken, die uns in der Situation die Treue halten, insgesamt haben wir rund vierzig Unterstützungs-Botschaften von unseren Kontakten, Kunden und Freunden erhalten.

Vielen Dank für Ihre Besorgnis und Ihr Interesse!



Mit freundlichen Grüßen
FEDECOCAGUA  R.L
29 av. 31-59 zona 5, Guatemala, C. A.
Telefax: (502) 23356094
Tel: (502) 2414 5151 / 23355790
www.fedecocagua.com.gt
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