»Ja, die action 365 und den Taschenkalender kenne ich noch von meinen Eltern« - solche Aussagen hörten die MitarbeiterInnen öfter in den letzten Tagen am Stand der action 365 beim Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund. Und dann nahmen die BesucherInnen den aktuellen Kalender gerne mit nach Hause, um sich fortan täglich mit einer Schriftstelle durch das Jahr geleiten zu lassen – genauso wie viele andere, die auf die Frage: »Was ist die action 365?« mit dem Kalender die Grundidee verdeutlicht bekamen.
Es waren genau solche Fragen von BesucherInnen, die die Arbeit am Kirchentagsstand zu etwas Besonderem machten. Und dabei zeigte die Vielfalt der Fragen auch die Bandbreite der Themen der action 365: sei es zum Kaffee, zu den Postern, zu Karten, zu den Büchern, zur Ökumene, zur Agape… Und plötzlich eröffnete eine einzelne Frage den Zugang zu einer ganzen Lebensgeschichte: »Haben Sie eine Karte, die zur Hochzeit einer schwer erkrankten Frau passt?«. So wie in dieser Situation mündete oftmals die Informationsfrage in einem ausführlichen Gespräch.
So auch mit dem Seelsorger, der nach Jahrzehnten der Arbeit im Gefängnis nun in den Ruhestand gegangen ist. Er erzählte, wie wichtig der Kalender der action 365 bei der Arbeit mit den Insassen war: Damit konnte er die Gefangenen anders als sonst ansprechen und ihnen etwas an die Hand geben, was ihnen die monotonen Tage im Gefängnis mit Sinn füllen half.
Erstaunlich war: bei keinem Kirchentag in den letzten Jahren klaffte das Interesse am Thema Ökumene so deutlich auseinander. Da ist die große Gruppe derer, für die Ökumene kein praktisches Problemthema mehr ist: »Wir praktizieren, was geht, und warten nicht mehr auf Grundsatzentscheidungen der Kirchen.«, Andererseits gab es eine – wenn auch deutlich kleinere –Gruppe, deren Kernaussage ist: »Wir verzweifeln am ökumenischen Prozess«. Das Buch und die Broschüre zur Agapefeier konnten dabei mehrfach eine neue Perspektive schaffen; denn die Agape ist ein ganz direkter und unverfänglicher Weg zur praktischen Ökumene.
Der 10 Meter lange Stand der action 365 präsentierte die Themen »Partnerschaft mit dem Kaffee-Kleinbauern in Guatemala«, »Christliche Öffentlichkeitsarbeit durch Poster und Karten«, »Gelebte Ökumene durch die Feier der Agape« und lud ein, eine Ermunterungskarte zu verschicken.
Wieder haben sich viele InteressentInnen an den Materialien der action 365 bedient sowie Kaffee, Karten, Kalender, Bücher, Poster gekauft oder für die spätere Zusendung bestellt. Die speziell zum Kirchentag erstellte Broschüre "Den Anfang wagen – Vertrauen schenken – Freiheit leben. Anregungen und Arbeitshilfen der action 365" erläutert die Motive der Standgestaltung und die verschiedenen Aspekte der Arbeit der action 365 und die BesucherInnen nahmen diese umfassende Darstellung gerne für die weitere Lektüre und Arbeit mit.
Die vergrößerten Postermotive waren nicht Blickfang für den Stand, sondern wurden oftmals fotografiert.
Und so manche KirchentagsbesucherIn ruhte sich an unserem Stand auch aus und tankte neue Kraft: nicht nur durch die Anregungen der Materialien, sondern auch ganz lecker durch eine Tasse frisch gebrühten indígena-Kaffees.
Stolz präsentierte Herr Bernhard aus München eine Rechnung über den Kaffeekauf vor exakt 40 Jahren. Wir sind sehr dankbar für diese langjährige Treue – sie ist wirklich etwas sehr Besonderes.
Für das kleine Standteam waren es anstrengende und lange Tage, aber sie haben allen MitarbeiterInnen Spaß gemacht und reichhaltig erfüllt mit Anregungen und Ermutigungen für die tägliche Arbeit.
»Wenn ich Preise vergeben könnte, dann würde Ihr Stand den Hauptpreis bekommen. Das ist eine so schöne Idee mit Ihrer Kartenaktion.« – so das Lob einer Besucherin, die wie viele hunderte andere die Möglichkeit nutzte, vom Stand aus eine Ermutigungskarte zu versenden.