In der aktuellen Ausgabe der indígena info (S.4) berichteten wir über die UN-Kommission gegen die Straflosigkeit in Guatemala (CICIG). Sie gilt als wichtigstes Instrument im Kampf für Menschenrechte und Demokratie sowie die Wahrung von Rechten der indigenen Bevölkerung. Der Regierung ist sie schon lange ein Dorn im Auge – vor den Wahlen im Juni spitzt sich die Lage nun zu: Präsident Morales, selbst im Fokus der Korruptionsermittler, erklärte das Mandat der CICIG vorzeitig für beendet. UN-Generalsekretär Guterres wies die Entscheidung zurück. Er erwarte, dass Guatemala seinen rechtlichen Verpflichtungen bis zum Ende des Mandats im September nachkomme.
In der Zeit des Wirkens der CICIG sank die Mordrate von 48 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2009 auf 24 im Jahr 2018. Mehr als 90 Prozent der Straftaten wurden vorher nicht geahndet. Heute sind es "nur" noch 62,4 Prozent. (Quelle: dpa, CIR)