Bei der Veranstaltung "Gemeinsam am Tisch des Herrn - Ökumenisch sensibel Eucharistie und Abendmahl feiern" auf dem Katholik*innentag 2022 in Stuttgart stand die These im Raum, dass in der Praxis längst eingelöst ist, was theologisch noch eingeholt werden muss. Unter Beteiligung der action 365 und ausgehend von praktischen Beispielen ökumenischer Agapefeiern und Berichten konfessionsverbindender Partnerschaften und Familien wurde der Reichtum ökumenischer Liturgien betont und die große Sehnsucht nach Gemeinschaft, die sich daraus ablesen lässt.
Das gemeinsame Zeugnis des 3. Ökumenischen Kirchentages in Frankfurt 2021 ist eine gute Grundlage, die Idee weiterzudenken: "Als Christinnen und Christen erfahren wir die Gegenwart Jesu Christi an allen Orten, an denen sich Menschen in seinem Namen versammeln. Wir glauben gemeinsam, dass Jesus Christus selbst uns im verkündigten Wort des Evangeliums anspricht. Wir vertrauen darauf, dass Jesus Christus – wie er es uns zugesagt hat – in der Feier des Abendmahls und in der Feier der Eucharistie wahrhaft und wirksam gegenwärtig ist. Wir verkündigen seinen Tod für uns; wir glauben, dass er auferstanden ist und lebt; wir hoffen, dass er wiederkommt zum Heil der Welt. Gemeinsam feiern wir dieses Geheimnis unseres Glaubens und lassen uns von ihm zu seinem Gedächtnis sagen: schaut hin und erkennt mich beim Brechen des einen Brotes und in der Gabe des einen Bechers für euch alle. Dann geht in meinem Geist verwandelt und gestärkt in die Welt."
Ökumene als Ressource zu begreifen, ist zentral für uns. Viele Berichte von Teilnehmer*innen der Liturgiewerkstatt bezeugen die überall präsente ökumenische Praxis: ob im Agapefeiern oder in der bereichernden Gastfreundschaft der verschiedenen Konfessionen. Das macht Hoffnung.
Infomationen zur Agape-Praxis der action 365 finden Sie auf der Seite Arbeitshilfen & Broschüren.