Die Studentengruppe aus Oradea/Rumänien hat sich verabschiedet, jetzt erwarten wir den Besuch der jungen polnischen Priesteramtskandidaten aus Opole/Oppeln und Gliwice/Gleiwitz: Es ist der Zeit der Sommerschulen im Haus der action 365!
Sommerschule – das heißt für unsere Gäste aus Tschechien, Rumänien und Polen: Zwei Wochen lang Zeit, Deutschland, seine Sprache, seine Kultur und seine Menschen besser kennen zu lernen, gleichzeitig aber auch der eigenen Persönlichkeit auf die Spur zu kommen und das Geschehen in der Gruppe sensibel wahrzunehmen. Die nachfolgenden Zitate aus den Abschlussberichten geben einen Einblick in das Geschehen.
Auf Wiedersehen, Frankfurt! Die Studentinnen Anett Treger (stehend) und Csilla Kapolonyi sind startklar. Mehr als 20 Stunden Busfahrt in ihre Universitätsstadt Oradea liegen vor ihnen.
„Die beiden Wochen sind sehr schnell vergangen. Schon in den ersten Tagen habe ich Mut bekommen, freier zu reden und meine Meinung zu sagen. Außerdem war es interessant, sich circa 1200 Kilometer von zu Hause entfernt mit Personen zu unterhalten, die seit zwei Jahren meine „Freunde“ sind. Ich denke, dass wir erst hier zu einer richtigen Gruppe geworden sind.
Judit Ulmer
Eine Führung durch die Studios des Hessischen Rundfunks und die Teilnahme an einer Live-Serndung der Hessenschau gehörte zu den Höhepunkten der diesjährigen Rumänien-Sommerschule.
„Ich habe eine atemberaubende Stadt kennen gelernt“
„Ich habe in diesen zwei Wochen so viele wundervolle Erlebnisse und Erfahrungen machen können, wie ich sie sonst nur in mehreren Jahren erlebt hätte. Ich habe eine atemberaubende Weltstadt kennen gelernt und entdeckt, dass Frankfurt nicht nur die Stadt der Banken, sondern auch der Künste, der Multikulturalität und der Toleranz ist.“
Csilla Szélés
Mandalas (aus dem Indischen: „Kreis“) sprechen mit ihren vielfältigen, harmonisch um eine Mitte geordneten Formen die menschliche Psyche, vor allem das Unbewusste an. Ruhig und konzentriert ausgemalt, können sie tiefe Einblicke in die eigene Persönlichkeit gewähren.
Das Abschiedsfest am letzten Abend gestalteten die jungen Leute mit Texten aus dem Schriftlesungskalender der action 365, der von Frankfurt aus alljährlich an die Pädagogischen Fakultät der Universität Oradea versendet wird. Dazu sangen die Studenten mit Begeisterung temperamentvolle und nachdenkliche Lieder in ungarischer und rumänischer Sprache.
„Ich möchte wissen, wer mir diese große Chance ermöglicht hat“
„Vorgestern haben wir alles über die action 365 erfahren. Das war sehr wichtig für mich, weil ich wissen möchte, womit sich die action 365 beschäftigt. Ich möchte wissen, wer mir diese Förderung und diese große Chance ermöglicht hat.“
Blanka Bai
Neben dem reichhaltigen kulturellen und pädagogischen Programm sind ein lebendiger, praxisorientierter Gebrauch der deutschen Sprache – wie hier beim Schreiben der Abschlussberichte – und ein Seminartag mit Vorlesung und Diskussion über das politische System Deutschlands feste Bestandteile der Sommerschule.
Von Teilnehmerinnen zu Begleiterinnen: Die Dozentinnen Renata Crisan und Ester Szabó erlebten die Sommerschule in Frankfurt bereits zum zweiten Mal, diesmal aus verändertem Blickwinkel.
„Ich mag es, mit Menschen umzugehen und zu arbeiten und das habe ich hier zwei Wochen lang intensiv geübt. Ich habe die Studenten besser kennen gelernt und fühle mich voll von Hoffnung, dass die Menschen gut sind und sie auch in schwierigen Zeiten gut zusammen leben und zusammen arbeiten können.“
Renata Crisan
„Die Sommerschule ist ein Anlass, verschiedene Meinungen auszutauschen und vor allem den Dialog mit den Menschen und den Kulturen hautnah zu erleben.“
Ester Szabó