Die einen kommen – die anderen gehen: Zur Zeit geben sich in unserem Haus die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschulen die Klinke in die Hand. Vom 15. bis 27. Juni hatten wir eine Gruppe von der Palacký-Universität in Olomouc/Olmütz,Tschechien, bei uns zu Gast. Ende der Woche verlassen uns die Pädagogik-Studentinnen aus Oradea/Großwardein, Rumänien. Anschließend bereiten wir uns vor, am 10. August die polnischen Priesteramtskandidaten aus Opole/Oppeln zu empfangen.
Es sind sehr bunte, intensive und lebhafte Wochen für unser Haus, in denen das Lachen und das Treppauf-Treppab der jungen Leute unseren Alltag bestimmen. Als Gastgeber sind wir zugleich selbst Empfangende: Gemeinsam unterwegs zu sein in Richtung mehr Selbstbewusstsein, persönliche Klarheit, gute Kommunikation und Partnerschaft in einem versöhnten Europa ist eine große Aufgabe – und ein ebenso großes Geschenk!
Zusammenarbeit, praktisch ausprobiert: Zwei Teilnehmerinnen der tschechischen Sommerschule, Studentinnen aus Olomouc/Olmütz, malen gemeinsam an einem Bild, ohne sich dabei mit Worten oder Gesten zu verständigen. Hier ist neben der eigenen Kreativität viel Einfühlungsvermögen gefragt: Was schwebt mir selbst vor, worauf will die andere hinaus, respektieren wir Grenzen, finden wir ein gemeinsames Ganzes?
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Werner J. Patzelt, Vorstandsmitglied der STIFTUNG HAUS der action 365 (ganz links), geht auf die Fragen der Sommerschulteilnehmer ein. Im Vordergrund des Seminartages stehen diesmal die Geschichte Tschechiens, die Entwicklung Deutschlands, Versöhnung und Zukunftsperspektiven. Und immer wieder das Thema: Wie gehen wir mit Menschen und Kulturen um, die uns fremd sind?