Traditionell ist der Sommertreff der action 365 nicht nur von Begegnung und fröhlichem Miteinander geprägt, sondern auch von der Auseinandersetzung mit einem theologischen Thema und einer liturgischen Feier.
In diesem Jahr referierte Pater Medard Kehl SJ vor rund 150 ehrenamtlichen Mitarbeitern, Gästen und Freunden der action 365 über das Thema „Die Suche nach dem Segen Gottes – Eine kleine Theologie des Segens“.
Anschließend feierte die Gemeinschaft miteinander eine Agape. Die geschwisterliche Laienliturgie der ersten Christen gewinnt in Zeiten des Priestermangels für beide Konfessionen erneut an Bedeutung. Hier wurde sie unter der Leitung von Gerlinde Back, Vorstandsvorsitzende der STIFTUNG HAUS der action 365, in enger Anlehnung an die urchristliche „Didaché“, die so genannte „Zwölf-Apostel-Lehre“, begangen. Die action 365 verfügt über eine jahrzehntelange, gewachsene Erfahrung mit Agapefeiern und plant, sie in ihrer strengen, ursprünglichen Form im kommenden Jahr beim Ökumenischen Kirchentag in München vorzustellen.
Hier einige Impressionen vom Sommertreff mit seinen vielen Facetten:
Die letzten Wolken über der Frankfurter Kennedyallee fegte er mit ein paar prägnanten Sätzen einfach hinweg: Die launig gehaltene Begrüßungsansprache von Dr. Rüdiger Fuchs, Vorstandsmitglied der STIFTUNG HAUS der action 365 sorgte für allgemeine Erheiterung. Im Hintergrund: Gerlinde Back, neben ihr Pater Medard Kehl, dahinter Prof. Rudolf Wichard, Kuratoriumsmitglied, und Prof. Werner J. Patzelt, Vorstandsmitglied.
Prof. Medard Kehl SJ bei seinem Vortrag, der mit großem Interesse aufgenommen wurde. Pater Kehl gilt als einer der renommiertesten Dogmatiker und Fundamentaltheologen der Gegenwart. Trotz seiner universitären Verpflichtungen ist ihm die pastorale Arbeit sehr wichtig. Er wirkt als Seelsorger in einem Kinderheim in Offenbach am Main, in einem christlichen Behindertenwohnheim bei Basel und in einer Pfarrei in Unterfranken. Dieser starke Praxisbezug prägte seine „Kleine Theologie des Segens“. Er ermunterte – ganz im Sinne der action 365 – alle Anwesenden, selbst aktiv zu werden und Segen weiterzugeben, gemäß dem Wort Gottes an Abraham: „Gesegnet bist du – und ein Segen sollst du sein“.
Eine langjährige Tradition hat das Schriftgespräch in den Gruppen der action 365. Zum Vorbild nimmt man sich dabei die Begegnung mit dem Wort Gottes und den Dialog darüber, wie er in Basisgemeinden in aller Welt praktiziert wird. Auch die Agapefeier beim Sommertreff ließ den Teilnehmenden viel Freiraum, um miteinander ins Gespräch zu kommen – wie hier Kuratoriumsmitglied Klaus-Peter Heyduck aus Berlin und der Kalligraf und Grafik-Designer Prof. Gottfried Pott aus Wiesbaden (von links) – , aber auch um still zu werden und das Gehörte wirken zu lassen.
Nach dem Mittagessen gab es Gelegenheit, sich im Verlag der action 365 mit Büchern, Korrespondenzkarten, Postern und indigena INDIO-Kaffee einzudecken. Zur Freude aller lag der neue Schriftlesungskalender „365mal Gottes Wort“ für das Jahr 2010 bereits vor und man konnte sich gegenseitig auf die neuen Seiten des beliebten „geistlichen Begleiters“ aufmerksam machen.
Unverzichtbar: Das moderne geistliche Lied, mitreißend vorgetragen von der seit langem mit der action 365 befreundeten Familie Fath aus Neusäß bei Augsburg. Kuratoriumsmitglied Konrad Fath (rechts), seine Frau Maria Fath und ihre erwachsenen Kinder brachten die Anwesenden nicht nur während der Agapefeier, sondern auch beim lockeren Zusammensein am Nachmittag zum begeisterten Mitsingen. Mit dem Lied „Lehr‘ uns glauben wie Abraham“ und dem „Irischen Reisesegen“ verabschiedete man die zum Teil Weitgereisten, die nach Berlin und München, nach Stuttgart und Bochum, nach Walce in Polen und nach Courbevoie in Frankreich aufbrachen.