Erhebliche Schäden richtete der Tropensturm ETA in Guatemala an, wie unsere Freund*innen der Fedecocagua uns melden und bedauerlicherweise sind sie heftig betroffen: sowohl die Häuser als auch die Kaffeeplantagen und Lagerhallen. Die genauen Schäden müssen allerdings noch ermittelt werden. Zurzeit wird mit vollem Einsatz versucht, die Sicherheit und Versorgung der betroffenen Familien zu gewähren.
Der Hurrikan hat die Stromversorgung teilweise zerstört. Die Kommunikationskanäle funktionieren nur noch sehr eingeschränkt. Zerstörte Infrastruktur, Häuser und Straßen lassen die herkömmliche Logistik nicht zu. So ist die Versorgung von Familien in 16 Kooperativen gefährdet und es wird derzeit ein Lebensmitteldienst organisiert. In neun Kooperativen haben Familien ihre eigenen Häuser verloren.
Wir fühlen mit unseren Freund*innen mit und sind in Kontakt zu ihnen. Die volle Konzentration liegt nun erst einmal auf der Bergung und Versorgung der Menschen.
Neben den persönlichen Schicksalen zeigt selbst der Name des Tropensturm die aktuelle Lage: Er wurde ETA benannt, weil es in diesem Jahr schon so viele Tropenstürme gab, dass das ursprünglich verwendete Alphabet nicht ausreicht. Deshalb wurde das griechische Alphabet hinzugezogen. Laut Meldungen war ETA der stärkste Sturm bisher. Die Masse an Stürmen zeigt die Bedrohlichkeit der weltweiten Klimakatastrophe.
Umspültes Lagerhaus der Fedecocagua in COBÁN, Guatemala
Helfer*innen organisieren Lebensmittellieferungen für Betroffene des Tropensturms ETA
Kooperative AGUA DULCE in Guatemala: der Schlamm hat Gebäude und Felder abgeräumt und unter sich begraben.