Wie die schwarze Bohne im Cold Brew Verfahren zum Likör wird
Für viele gehört die frisch aufgebrühte Tasse indígena-Kaffee zur allmorgendlichen Routine. Ganz anders können Kaffeeliebhaber*innen das schwarze Gold nun auch zur Abendstunde genießen. Das Unternehmen Schütz und Co. an der Mosel fertigt aus dem indígena-Kaffee einen Auszug, der für Likör verwendet wird und vielseitig einsetzbar ist. Ein simples Verfahren nach Geheimrezeptur umfasst die Verarbeitung der schwarzen Bohne. Das macht neugierig genauer hinzuschauen.
Die Arbeit in der action 365 führte den ehemaligen Chef des Unternehmens, Herrn Schütz zum indígena-Kaffee. Besonders der gerechte Handel und das Leben der Kaffeebäuerinnen und -bauern weckten sein Interesse und brachten ihn dazu, die schwarze Bohne aus Guatemala mit in sein eigenes Unternehmen zu bringen. Mit den Jahren wuchs die Liebe zum indígena-Kaffee stetig und nun sind es bereits über 15 Jahre.
Die Herkunft und die Geschichte des guatemaltekischen Hochland-Kaffees ist ein zentrales Thema bei Schütz und Co., wie Herr Treis, Mitarbeiter im Bereich Entwicklung, in einem kürzlich geführten Gespräch bestätigt: "Der indígena-Kaffee findet sehr guten Anklang bei unseren Kunden. Wir müssen gar nicht viel beraten. Der Kaffee und seine Qualität sprechen für sich. Wir geben immer gern die Broschüre dazu, dann sind sie sehr zufrieden." Im Zuge dieser Feststellung reifte die Idee heran, aus dem indígena-Kaffee ein neues Produkt herzustellen.
Gemahlener indígena-Kaffee wird in den Behälter geschüttet, um mit kaltem Wasser vermischt zu werden, daraus entsteht Cold Brew Kaffee.
Bevor die gemahlene Bohne zur alkoholischen Spezialität wird, muss in einem einfachen Verfahren die schwarze Flüssigkeit zu einem Konzentrat reifen. Herr Treis bestätigt immer wieder: "Die Qualität ist sehr überzeugend." Und das ist entscheidend für den entstehenden Auszug: die Methode ist zwar schlicht, umso wichtiger ist die 100%-ige Qualität des Rohstoffes. Der Kaltauszug aus der gemahlenen Bohne ist unter Kundigen auch als Cold Brew Kaffee bekannt. Die Zubereitungsmethode stammt ursprünglich aus Japan. Das Kaffeepulver wird nicht wie gewohnt mit Wasser erhitzt, sondern der Auszug bildet sich aus kaltem Wasser – ein mildes und aromatisches Konzentrat entsteht.
Das Cold Brew Verfahren beinhaltet, dass die kalte Essenz über längere Zeit quillt – mazerieren genannt. Das Mischverhältnis und das Abziehen des Kaffees erzeugen im Geschmack wenig Säuren. Bitternoten werden verhindert und extrahiert werden schließlich wertvolle Aromen. Ein fruchtig-milder Auszug entsteht, der der geschmacklich hohen Qualität des indígena-Kaffees entspricht. "Die Rezeptur unterliegt einem geheimen Mischverhältnis des Unternehmens Schütz und Co. Viel Fingerspitzengefühl ist ebenso erforderlich.", so Herr Treis.
Zum Likör wird der Kaffee-Auszug mit Alkohol, Zucker und Wasser. Für Kaffeeliebhaber*innen ist er vielseitig verwendbar: besonders in den Abendstunden als Cocktail, oder zum Nachtisch auf Eis, oder als Digestif. Im Unternehmen Schütz und Co. ist der Likör zu erhalten oder in vielen Supermärkten in ganz Deutschland.
Die Flasche Kaffeelikör hergestellt mit indígena-Kaffee aus Guatemala