Presseschau Guatemala aus dem Jahr 2023 zum Tag ''Presse-Situation / El Periódico''
Seit Frühjahr 2023 gibt es durch das repressive Vorgehen des Staates gegen die Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Guatemala eine deutlich erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Entwicklungen in dem mittelamerikanischen Land. Nicht nur die Dachorganisation der Genossenschaften der Kaffeebäuerinnen und -bauern Fedecocagua und deren Generaldirektor Ulrich Gurtner sind diesen Verfolgungen ausgesetzt, sondern auch andere Organisationen bis hin zu Parteien und dem neu gewählten Präsidenten.
Aus diesem Grund führen wir auf dieser Seite einen Pressespiegel, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber der einen guten Einblick in die Lage im Land gibt.
Journalisten im Fokus des Militärs
Das guatemaltekische Militär hat vier Journalisten als Risiko für die nationale Sicherheit ins Visier genommen. Die vier Reporter arbeiten investigativ, haben immer wieder die omnipräsente Korruption im Umfeld der Regierung aufgedeckt und sind „unbequem“. Als solche wurden sie schon früher bedroht. Mit José Ruben Zamora sitzt einer von ihnen im Gefängnis. Das droht auch den anderen, da sie unbeirrt ihre Arbeit fortsetzen und sich für die Demokratisierung des Landes engagieren.
(aus: Mensch - Machen - Medien; von: Knut Henkel)
Kriminalisierung von oben
In Guatemala wird die Presse unfreier. Laut einem Datenleak hat das Verteidigungsministerium Journalist:innen als „nationales Risiko“ eingestuft.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Schlag gegen Pressefreiheit durch die Regierung in Guatemala
Regierungskritische Zeitung elPeriódico stellt Arbeit wegen anhaltender Repression der Regierung ein. Neben dem Leiter auch Anwälte der Zeitung verhaftet. Internationale Empörung über "Mord" an Zeitung
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)
Kampf gegen Korruption verloren
26 Jahre lang stand die Investigativzeitung „elPeriódico“ für Hoffnung auf ein besseres Guatemala. Nun wurde sie auf Druck der Mächtigen eingestellt.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Pakt gegen links
Politsch motivierte Verfolgung geht weiter. Anwalt von inhaftiertem regierungskritischen Journalisten ebenfalls festgenommen
(aus: junge Welt (Paywall); von: Thorben Austen)
Feldzug gegen „elPeriódico“
Die 1996 gegründete Zeitung „elPeriódico“ gilt in Guatemala als Flaggschiff des investigativen Journalismus. Hunderte von Korruptionsfällen hat die einst 150-köpfige Redaktion aufgedeckt, den Regierenden auf die Finger und so manchem Unternehmer in die Bilanzen geschaut. Das könnte bald vorbei sein. Die Justiz ermittelt wegen Geldwäsche gegen Zeitungsgründer José Rubén Zamora, der seit fast neun Monaten in Haft ist. Am 2. Mai wird sein Prozess fortgesetzt. Alle Konten der Tageszeitung wurden eingefroren. Derzeit versucht ein kleiner Kreis engagierter Journalisten das Blatt am Leben zu halten.
(aus: Mensch - Machen - Medien)
„Versucht es erst gar nicht“
Guatemalas unbequemstes Printmedium „elPeriódico“ hat sich viele Feinde im Establishment gemacht. Die drohen nun, das Blatt zu strangulieren.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Frontalangriff auf die kritische Presse
"El Periódico" heißt die kritische Tageszeitung, die für viele Guatemaltekinnen und Guatemalteken seit fast drei Jahrzehnten eine wichtige Informationsquelle ist.
(aus: Blickpunkt Lateinamerika; von: Knut Henkel im Gespräch mit Marvin del Cid)