Presseschau Guatemala aus dem Jahr 2023 zum Tag ''indigene Bevölkerung''
Seit Frühjahr 2023 gibt es durch das repressive Vorgehen des Staates gegen die Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Guatemala eine deutlich erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Entwicklungen in dem mittelamerikanischen Land. Nicht nur die Dachorganisation der Genossenschaften der Kaffeebäuerinnen und -bauern Fedecocagua und deren Generaldirektor Ulrich Gurtner sind diesen Verfolgungen ausgesetzt, sondern auch andere Organisationen bis hin zu Parteien und dem neu gewählten Präsidenten.
Aus diesem Grund führen wir auf dieser Seite einen Pressespiegel, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber der einen guten Einblick in die Lage im Land gibt.
Neuer Film „Die Rache der Korrupten“ zur Lage der Fedecocagua und der Kaffeebäuerinnen und -bauern in Guatemala
Es sind harte Zeiten für die Fedecocagua-Kleinbäuerinnen und -bauern: mit „Die Rache der Korrupten“ gibt der Filmemacher Ruedi Leuthold den guatemaltekischen Bäuerinnen und Bauern eine Stimme und lässt sie mit ihren Bedenken zu Wort kommen. Aktuelle Interviews mit: den Mitgliedern der Genossenschaft, dem Menschenrechtsanwalt Michael Mörth, dem neugewählten Präsident Guatemalas Bernardo Arévalo sowie mit Ulrich Gurtner, dem Generaldirektor der Fedecocagua. Sie alle sprechen über den „Pakt der Korrupten“ und was es mit den Menschen im Land anrichtet.
(aus: Youtube; von: Ruedi Leuthold (Lindenfilm))
»Die Bevölkerung ist der Korruption überdrüssig«
Der indigene Gemeindevertreter Bernardo Caal Xol spricht über die Proteste gegen die korrupte Justiz und die Generalstaatsanwältin Porras
(aus: nd-aktuell.de; von: Knut Henkel im Gespräch mit Bernardo Caal Xol)
Justizkrimi um fair gehandelten Kaffee
Die guatemaltekische Justiz wirft der Kaffee-Kooperative Fedecocagua und ihrem Direktor Ulrich Gurtner Geldwäsche vor. Doch vieles spricht für einen politisch motivierten Prozess.
(aus: Publik-Forum (Paywall); von: Knut Henkel)
Notizen eines deutschen Anwalts in Guatemala / Mitte Oktober 2023
Diese Notizen sind ein Zwischenbericht zu den sich überschlagenden Ereignissen im Oktober; und sie sind der Versuch einer Annäherung an eine Einschätzung. Alles deutet darauf hin, dass wir historische Dinge erleben, deren Bedeutung wir erst in Monaten oder Jahren werden einordnen können. Die aktuelle Krise ist die schwerste aller in diesen Notizen beschriebenen Krisen. Sie ist vielleicht vergleichbar mit dem Vorabend der Invasion der USA 1954, nur ist noch nicht abgemacht, dass es wieder zu einem Sieg über Volkswillen und Allgemeinwohl kommt. Diesmal wird niemand einmarschieren; der Staatsstreich kommt von innen.
(aus: Guatemala Netzwerk Bern - Monatliche Kolumne von Miguel Mörth)
Die indigene Mehrheit lebt als Minderheit
Guatemala ist eins der wenigen Länder mit einer mehrheitlich indigenen Bevölkerung. Das macht sich allerdings in der Teilhabe gar nicht bemerkbar. Die Maya leben extrem marginalisiert und leiden derzeit besonders unter dem Abbau der Demokratie.
(aus: Deutschlandfunk Kultur - Podcast; von: Linda Peikert, Jorge Santos, Ellen Häring)
Die unglücklichen Erben der Maya
Guatemala ist heute nur wegen der Flüchtlingsproblematik hin und wieder in den Medien – als Ausgangs- und als Transitland für die Flüchtlinge Lateinamerikas.
(aus: pressenza; von: Amelie Lanier)