Presseschau Guatemala aus dem Jahr 2026 zum Tag ''Gesellschaft''
Seit Frühjahr 2023 gibt es durch das repressive Vorgehen des Staates gegen die Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Guatemala eine deutlich erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Entwicklungen in dem mittelamerikanischen Land. Nicht nur die Dachorganisation der Genossenschaften der Kaffeebäuerinnen und -bauern Fedecocagua und deren Generaldirektor Ulrich Gurtner sind diesen Verfolgungen ausgesetzt, sondern auch andere Organisationen bis hin zu Parteien und dem neu gewählten Präsidenten.
Aus diesem Grund führen wir auf dieser Seite einen Pressespiegel, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber der einen guten Einblick in die Lage im Land gibt.
Warum streiken sie im Gesundheitswesen?
Guatemalas Arbeiter leiden unter schlechter Ausstattung und geringen Löhnen, erklärt Humberto Tiul Coyoy
(aus: junge Welt; von: Humberto Tiul Coyoy im Interview von Teresa Sum)
»Wir stehen an einem Wendepunkt«
Der Menschenrechtsanwalt Héctor Reyes erwartet in Guatemala von dem neuen Generalstaatsanwalt Gabriel García Luna einen Neuaufbau von unten.
(aus: nd; von: Héctor Reyes im Interview von Knut Henkel)
Hoffnungsschimmer für die Unbequemen
In Guatemala endete am 16. Mai 2026 das Mandat der als korrupt verschrienen Generalstaatsanwältin María Consuelo Porras. Das sorgt für Hoffnung auf den Wandel im Justizsystem. Für mehr allerdings nicht.
(aus: Rosa Luxemburg Stiftung; von: Knut Henkel)
Wenn die Demokratie von unten Widerstand leistet
Nachdem unter der Generalstaatsanwältin Consuelo Porras jahrelang Institutionen vereinnahmt und Unschuldige kriminalisiert wurden, baut Guatemala das Justizwesen wieder auf. Das Ende ihres von Amtsmissbrauch geprägten Mandats ist auch dem anhaltenden Protest und Widerstand indigener Gemeinschaften und sozialer Bewegungen zu verdanken. Im Mai 2026 wurde als wichtiger Wendepunkt endlich der neue Generalstaatsanwalt ernannt.
(aus: Heinrich Böll Stiftung; von: Rina Montti, Ingrid Hausinger de Kafie)
Notizen eines Anwalts April 2026
Die neuen Verfassungsrichter sind im Amt… nur wäre Guatemala nicht Guatemala, wenn dieses kleine Lebenszeichen der Demokratie nicht doch noch zur Farce verkäme.
(aus: RedSol; von: Miguel Mörth)
Notizen eines Anwalts März 2026
Die neuen VerfassungsrichterInnen sind vereidigt, am 14.4. sollen sie ihr Amt übernehmen. Eigentlich sollte so etwas Formsache sein…
... kann aber ob der Verrücktheiten, auf die Porras und Curruchiche (MP) im letzten Moment noch kommen könnten, zum Hindernislauf werden
(aus: RedSol; von: Miguel Mörth)
Damit es endlich aufhört
Minderjährige, die schwanger werden, müssen in Guatemala meist das Kind austragen – selbst nach einer Vergewaltigung. Fátima wurde mit dreizehn missbraucht und bekam einen Sohn. Sie hat den Staat, der sie nicht schützte, erfolgreich verklagt
(aus: taz; von: Knut Henkel)