Presseschau Guatemala aus dem Jahr 2026 zum Tag ''Bürgerkrieg''
Seit Frühjahr 2023 gibt es durch das repressive Vorgehen des Staates gegen die Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Guatemala eine deutlich erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Entwicklungen in dem mittelamerikanischen Land. Nicht nur die Dachorganisation der Genossenschaften der Kaffeebäuerinnen und -bauern Fedecocagua und deren Generaldirektor Ulrich Gurtner sind diesen Verfolgungen ausgesetzt, sondern auch andere Organisationen bis hin zu Parteien und dem neu gewählten Präsidenten.
Aus diesem Grund führen wir auf dieser Seite einen Pressespiegel, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber der einen guten Einblick in die Lage im Land gibt.
Ex-Armeechef in Guatemala darf trotz Völkermordanklage heim
Der ehemalige Oberbefehlshaber der Armee Manuel Benedicto Lucas García hat die Untersuchungshaft im Militärkrankenhaus in Guatemala-Stadt verlassen und steht nun unter Hausarrest. Das ordnete die Richterin Marling Mayela González Arrivillaga vom Hochsicherheitsgericht in Guatemala-Stadt am vergangenen Dienstag an. Der 94-jährige ehemalige Leiter des Estado Mayor, der Kommandozentrale der guatemaltekischen Armee, ist unter anderem wegen Völkermordes an den indigenen Maya-Ixil und des gewaltsamen Verschwindenlassens angeklagt. Sein Verfahren gilt als der letzte Prozess in Guatemala gegen ranghohe Verantwortliche für die Massaker zu Beginn der 1980er Jahre.
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)