Presseschau Guatemala aus dem Jahr 2024 zum Tag ''Präsidentschaftswahl''
Seit Frühjahr 2023 gibt es durch das repressive Vorgehen des Staates gegen die Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Guatemala eine deutlich erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Entwicklungen in dem mittelamerikanischen Land. Nicht nur die Dachorganisation der Genossenschaften der Kaffeebäuerinnen und -bauern Fedecocagua und deren Generaldirektor Ulrich Gurtner sind diesen Verfolgungen ausgesetzt, sondern auch andere Organisationen bis hin zu Parteien und dem neu gewählten Präsidenten.
Aus diesem Grund führen wir auf dieser Seite einen Pressespiegel, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber der einen guten Einblick in die Lage im Land gibt.
Semilla wieder legal - Präsidentenpartei entkriminalisiert
Mit 127 Jastimmen hat das Parlament in Guatemala-Stadt am Dienstag mit »nationaler Dringlichkeit« für eine Reform des Artikels 82 gestimmt. Damit machte die Mehrheit der insgesamt 160 Abgeordneten den Weg frei, dem sozialdemokratischen Movimiento Semilla in den nächsten Tagen die Wiedererlangung des Parteistatus zu ermöglichen. Das Gesetz, das eigentlich der Bekämpfung der organisierten Kriminalität dienen soll, war in seiner ursprünglichen Form von den Parteien des...
(aus: junge Welt; von: Thorben Austen)
In Guatemala wollen Aktivisten Den Haag gegen Straflosigkeit der Eliten einschalten
Rechtsanwälte und soziale Aktivisten haben beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eine Anzeige gegen die Expräsidenten James "Jimmy" Morales und Alejandro Giammattei sowie gegen Maria Consuelo Porras, Rafael Curruchiche und Cinthia Monterroso von der Generalstaatsanwaltschaft eingebracht. Den Haag soll veranlasst werden, "die genannten Personen wegen der Begehung von Verbrechen gegen die Menschheit zu verhaften", heißt es in der Erklärung der Initiatoren.
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)
Notizen eines deutschen Anwalts in Guatemala / Ende Januar 2024
Der Pakt hat die wichtigen Schlachten der vergangenen Monate verloren, aber er hält uns weiter in Atem. Sein Kern reorganisiert sich mit Hilfe seiner Bastionen in der Justiz, während seine Ränder sich neu orientieren; aktuell verändern sie Aussehen und Form und geben sich geläutert. Das gelingt nicht allen, aber nicht alle heißen Alan Rodríguez, Álvaro Arzú oder Sandra Jovel, für die es kein Zurück mehr gibt. Die Zeiten ändern sich und das ist die erste gute Nachricht
(aus: Guatemala Netzwerk Bern - Monatliche Kolumne von Miguel Mörth)
Volk erzwingt Amtsantritt
Guatemala: Amtseinführung nach Verzögerungen im Kongress. Zehntausende auf den Straßen
(aus: junge Welt; von: Thorben Austen)
Machtwechsel in Guatemala: Gegen die alten Kräfte des Landes
Deutlich verspätet leistete Guatemalas neuer Präsident Bernardo Arévalo erst in der Nacht zum Montag kurz nach Mitternacht seinen Amtseid als neuer Präsident Guatemalas. Hartnäckig hatte die Opposition der Party zur Erneuerung der Demokratie den Stecker ziehen wollen – vergeblich.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Vereidigt gegen alle Widerstände
Seit der Wahl versuchten korrupte Richter in Guatemala, den Amtsantritt von Bernardo Arévalo zu verhindern. Vergeblich – am Morgen wurde er vereidigt.
(aus: FAZ.NET; von: Tjerk Brühwiller)
Sozialdemokrat Arévalo tritt Amt als Präsident an
Im August gewann der Sozialdemokrat Arévalo die Wahl in Guatemala, heute wird er als Präsident vereidigt. Die traditionelle Machtelite hatte versucht, den Machtübergang auf den Sozialdemokraten zu verhindern.
(aus: tagesschau; von: Christina Fee Moebus)
Die endlich teilhaben wollen
Guatemalas Indigene setzen große Hoffnungen in den gewählten Präsidenten Bernardo Arévalo. Er kann nun vor allem dank ihnen sein Amt antreten.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Rebellion gegen die Korrupten
Am 14. Januar wird Guatemalas neuer Präsident sein Amt antreten. Dies verdankt er der indigenen Bevölkerung und internationalen Sanktionen.
(aus: IPG; von: Knut Henkel)
Guatemalas gewählter Präsident will "absurde Dekrete" seines Vorgängers aufheben
Der designierte Präsident von Guatemala, Bernardo Arévalo, hat die erste Maßnahme seiner Regierung angekündigt. Gegenüber der Nachrichtenagentur EFE erklärte er, dass die erste Amtshandlung nach seinem Amtsantritt am 14. Januar darin bestehen werde, die "absurden" und "unverantwortlichen" Dekrete des amtierenden Regierungschefs Alejandro Giammatei aufzuheben. Damit wolle er die Exekutive wieder stärken.
(aus: amerika21.de; von: Melanie Schnipper)
Der Präsident lebt gefährlich
Er kämpft gegen die korrupte Machtelite. Am 14. Januar soll der Sozialdemokrat Bernardo Arévalo als neuer Präsident Guatemalas vereidigt werden. Viele fürchten, dass die Machtübergabe nicht unproblematisch verlaufen könnte. Droht gar ein Militärputsch?
(aus: Journal21.ch; von: Heiner Hug)
Die Menschen in Guatemala haben die Angst verloren
Wer sich gegen die tief verwurzelte Korruption stark macht, geht ein hohes Risiko ein. Das musste auch der neu gewählte Präsident Bernardo Arévalo erfahren. Nach dem Wahlsieg versuchten einige Institutionen, den Amtsantritt am 14. Januar zu verhindern. Die Indigene Florinda Yax Tiu von Jotay, einer Menschenrechts-Partnerorganisation von Brot für die Welt, blickt optimistisch auf den Machtwechsel.
(aus: Brot für die Welt; von: Anne-Katrin Mellmann im Interview mit Florinda Yax Tiu von Jotay)