Presseschau Guatemala aus dem Jahr 2024 zum Tag ''indigene Bevölkerung''
Seit Frühjahr 2023 gibt es durch das repressive Vorgehen des Staates gegen die Selbstbestimmung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Guatemala eine deutlich erhöhte Medienaufmerksamkeit auf die Entwicklungen in dem mittelamerikanischen Land. Nicht nur die Dachorganisation der Genossenschaften der Kaffeebäuerinnen und -bauern Fedecocagua und deren Generaldirektor Ulrich Gurtner sind diesen Verfolgungen ausgesetzt, sondern auch andere Organisationen bis hin zu Parteien und dem neu gewählten Präsidenten.
Aus diesem Grund führen wir auf dieser Seite einen Pressespiegel, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber der einen guten Einblick in die Lage im Land gibt.
Historische Chance
Guatemalas Präsident verspricht besseren Umgang mit der indigenen Bevölkerung
(aus: junge Welt (paywall); von: Thorben Austen)
Völkermordprozess ohne Urteil
Verfahren gegen früheren Armeechef wegen Massakern an Indigenen wird neu aufgerollt
(aus: junge Welt (Paywall); von: Thorben Austen)
„Es gibt keinen Grund, uns sicher zu fühlen“
Seit zehn Monaten ist Bernardo Arévalo als Präsident von Guatemala im Amt. Versprochen hatte er einen entschlossenen Kampf gegen die Korruptionsnetzwerke in Guatemala, die große Teile des Staates unter ihre Kontrolle gebracht haben. Mitte Oktober hat Guatemalas Kongress turnusmäßig neue Oberste Richter*innen bestellt. Wir sprechen mit der Kommunikationsexpertin und Politikwissenschaftlerin Silvia Trujillo, ob es Hoffnung gibt auf eine Reinigung der guatemaltekischen Justiz.
(aus: Nachrichtenportal Lateinamerika; von: Markus Plate)
Guatemala gedenkt 80. Jahrestag der Revolution
Tausende bei Demonstrationen im ganzen Land. Präsidentenduo beteiligt sich an Protesten in der Hauptstadt. Kritik an Regierungskurs auf den Demonstrationen
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)
Indigener Aktivist wird Vizeminister für Energie und Bergbau in Guatemala
Luis Pacheco, im vergangenen Jahr Präsident der 48 Kantone, ist zum neuen Vizeminister für Energie und Bergbau Guatemalas ernannt worden.
Die 48 Kantone hatten im vergangenen Jahr die Blockaden initiiert, die sich gegen den "technischen Staatsstreich" richteten und den Amtsantritt von Präsident Bernardo Arévalo durchsetzten.
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)
Erste große Landarbeiterdemonstration in Guatemala in der Amtszeit Arévalos
Tausende Menschen haben am Mittwoch in Guatemela für den Rücktritt der Generalstaatsanwältin sowie gegen die hohen Lebenshaltungskosten und gewaltsame Vertreibungen demonstriert. Aufgerufen hatte die Landarbeiter- und Kleinbauerorganisation Codeca (Komitee für bäuerliche Entwicklung).
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)
»Viele haben Angst um ihre Arbeit«
Guatemala: Ausbeutung und Arbeitskampf auf Kaffeeplantagen. Ein Gespräch mit Mario Fernando Juarez Avila
(aus: junge Welt; von: Thorben Austen)
Im Kampf gegen den Pakt der Korrupten riskiert Bernardo Arévalo seine Lebensversicherung
Seit Januar 2024 ist der als Anti-Korruptionskämpfer angetretene Bernardo Arévalo Präsident von Guatemala. Er will in seinem Amt den „Pakt der Korrupten“ bekämpfen, ein Netzwerk aus Politik, Justiz und Armee, das große Teile des Staatshaushalts kontrolliert. Trotz Versuchen der Justiz, das Wahlergebnis anzufechten, konnte er das Amt vor vier Monaten antreten, dank landesweiter Proteste, besonders von indigenen Gruppen. Doch die Euphorie weicht der Ernüchterung, viele Menschen sind besorgt über fehlende Fortschritte. Markus Plate hat sich angeschaut, wie es um den Rückhalt Arévalos in der indigenen Bevölkerung steht.
(aus: Nachrichtenpool Lateinamerika e.V.; von: Markus Plate)
Guatemalas Präsident Arévalo ernennt Maya Gouverneurinnen
María del Tránsito Calán Hernández ist im Beisein von Bürgermeister:innen, indigenen Autoritäten und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft als Gouverneurin von Chimaltenango vereidigt worden. Sie übernimmt im Departamento als erste indigene Frau dieses Amt.
(aus: amerika21.de; von: Katharina Busch)
Präsident Arévalos harter Kampf gegen Korruption
Etwas mehr als 100 Tage ist Bernardo Arévalo Präsident Guatemalas. Als Anti-Korruptionskämpfer angetreten, hatte er die Wahlen 2023 unerwartet gewonnen. Doch Arévalos Bemühungen tragen nur langsam Früchte.
(aus: Deutschlandfunk Kultur; von: Markus Plate, Anne Demmer, Katja Bigalke)
Neustart dank indigener Unterstützung
Seit dem 15. Jänner hat Guatemala mit Bernardo Arévalo einen neuen Präsidenten. Dessen Start wird von der Zivilgesellschaft positiv bewertet.
(aus: Südwind Magazin; von: Knut Henkel)
Völkermordprozess in Guatemala beginnt am Montag
Ehemaliger Oberbefehlshaber der Armee vor Gericht. Schleppende Aufklärung der Bürgerkriegsverbrechen. Vertreter von Opfern fordern Gerechtigkeit nach langem Kampf
(aus: amerika21.de; von: Thorben Austen)
Guatemala – Eine kurze Reise durch Geschichte und Gegenwart
Guatemala ist ein Land, das nur sporadisch in deutschen Mainstreammedien vertreten ist. Daher ist das Land uns seine aktuelle Situation für viele Menschen im deutschsprachigen Raum eher unbekannt. Guatemala ist ein wunderschönes mit einer atemberaubenden Natur und einer großen Vielfalt an indigenen Gemeinschaften. Jedoch haben steigende Ungleichheit und Korruption sowie einige weitere Faktoren das Land und die Bevölkerung im Griff. Doch wie kam es zu dieser Lage? In dieser Folge wollen wir uns die Geschichte Guatemalas und die vielen Veränderungen und Umbrüche der letzten Jahrzehnte einmal genauer anschauen. Welche Prozesse haben in den letzten 70 Jahren stattgefunden und welche Rolle spielt der Kolonialismus und das ILO 169 Abkommen dabei?
Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge mit der Politikwissenschaftlerin Claudia Pinzon von der Freien Universität Berlin.
(aus: podcast.de)
Guatemala – Eine kurze Reise durch Geschichte und Gegenwart
Guatemala ist ein Land, das nur sporadisch in deutschen Mainstreammedien vertreten ist. Daher ist das Land uns seine aktuelle Situation für viele Menschen im deutschsprachigen Raum eher unbekannt. Guatemala ist ein wunderschönes mit einer atemberaubenden Natur und einer großen Vielfalt an indigenen Gemeinschaften. Jedoch haben steigende Ungleichheit und Korruption sowie einige weitere Faktoren das Land und die Bevölkerung im Griff. Doch wie kam es zu dieser Lage? In dieser Folge wollen wir uns die Geschichte Guatemalas und die vielen Veränderungen und Umbrüche der letzten Jahrzehnte einmal genauer anschauen. Welche Prozesse haben in den letzten 70 Jahren stattgefunden und welche Rolle spielt der Kolonialismus und das ILO 169 Abkommen dabei?
Über diese und weitere Fragen sprechen wir in dieser Folge mit der Politikwissenschaftlerin Claudia Pinzon von der Freien Universität Berlin.
(aus: podcast.de)
Indigene Proteste: Bauernopfer Soldat
Guatemala: Das Urteil zum »Massaker von Alaska« 2012 an Indigenen verschont den Befehlsgeber. Überlebende kämpfen weiter für Gerechtigkeit.
(aus: junge Welt; von: Thorben Austen)
Bernardo Arévalo ist Präsident geworden – kann er sich durchsetzen?
Der Antikorruptionsaktivist Bernardo Arévalo ist gegen alle Wahrscheinlichkeit Präsident von Guatemala geworden, unterstützt von Indigenen und der jungen Generation. Kann er sich gegen Drogenkartelle und alte Eliten durchsetzen?
(aus: Der Spiegel (Paywall); von: Susanne Koelbl)
Notizen eines deutschen Anwalts in Guatemala / Ende Januar 2024
Der Pakt hat die wichtigen Schlachten der vergangenen Monate verloren, aber er hält uns weiter in Atem. Sein Kern reorganisiert sich mit Hilfe seiner Bastionen in der Justiz, während seine Ränder sich neu orientieren; aktuell verändern sie Aussehen und Form und geben sich geläutert. Das gelingt nicht allen, aber nicht alle heißen Alan Rodríguez, Álvaro Arzú oder Sandra Jovel, für die es kein Zurück mehr gibt. Die Zeiten ändern sich und das ist die erste gute Nachricht
(aus: Guatemala Netzwerk Bern - Monatliche Kolumne von Miguel Mörth)
Volk erzwingt Amtsantritt
Guatemala: Amtseinführung nach Verzögerungen im Kongress. Zehntausende auf den Straßen
(aus: junge Welt; von: Thorben Austen)
Machtwechsel in Guatemala: Gegen die alten Kräfte des Landes
Deutlich verspätet leistete Guatemalas neuer Präsident Bernardo Arévalo erst in der Nacht zum Montag kurz nach Mitternacht seinen Amtseid als neuer Präsident Guatemalas. Hartnäckig hatte die Opposition der Party zur Erneuerung der Demokratie den Stecker ziehen wollen – vergeblich.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Die endlich teilhaben wollen
Guatemalas Indigene setzen große Hoffnungen in den gewählten Präsidenten Bernardo Arévalo. Er kann nun vor allem dank ihnen sein Amt antreten.
(aus: taz; von: Knut Henkel)
Rebellion gegen die Korrupten
Am 14. Januar wird Guatemalas neuer Präsident sein Amt antreten. Dies verdankt er der indigenen Bevölkerung und internationalen Sanktionen.
(aus: IPG; von: Knut Henkel)
Guatemalas gewählter Präsident will "absurde Dekrete" seines Vorgängers aufheben
Der designierte Präsident von Guatemala, Bernardo Arévalo, hat die erste Maßnahme seiner Regierung angekündigt. Gegenüber der Nachrichtenagentur EFE erklärte er, dass die erste Amtshandlung nach seinem Amtsantritt am 14. Januar darin bestehen werde, die "absurden" und "unverantwortlichen" Dekrete des amtierenden Regierungschefs Alejandro Giammatei aufzuheben. Damit wolle er die Exekutive wieder stärken.
(aus: amerika21.de; von: Melanie Schnipper)
Indigene dürfen über Landnutzung mitbestimmen
Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem indigenen Volk in Guatemala Landrechte zugesprochen. Das Urteil könnte Signalwirkung für ganz Lateinamerika haben.
(aus: tagesschau; von: Peter Sonnenberg)
Die Menschen in Guatemala haben die Angst verloren
Wer sich gegen die tief verwurzelte Korruption stark macht, geht ein hohes Risiko ein. Das musste auch der neu gewählte Präsident Bernardo Arévalo erfahren. Nach dem Wahlsieg versuchten einige Institutionen, den Amtsantritt am 14. Januar zu verhindern. Die Indigene Florinda Yax Tiu von Jotay, einer Menschenrechts-Partnerorganisation von Brot für die Welt, blickt optimistisch auf den Machtwechsel.
(aus: Brot für die Welt; von: Anne-Katrin Mellmann im Interview mit Florinda Yax Tiu von Jotay)